11. Mai 19:00 21:00

Das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht, festgeschrieben ist es in Artikel 11 des Internationalen Pakts über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Das Recht auf „angemessenen” Wohnraum ist wesentlicher Bestandteil der öffentlichen Daseinsfürsorge (Artikel 28 der Landesverfassung von Berlin).

Die Bevölkerung wächst Prognosen zufolge bis 2035 vor allem in den Ballungsräumen. In Berlin hat sich die Wohnungskrise in den letzten Jahren immer weiter zugespitzt. Binnen zehn Jahren haben sich die Mieten im Schnitt mehr als verdoppelt. Mittlerweile ist es auch für Menschen mit mittleren Einkommen oder in Randbezirken schwer, bezahlbare Wohnungen zu finden. Das hat längst auch Auswirkungen auf Brandenburg, wo die Preise explosionsartig steigen. Eine Wohnung gilt als bezahlbar, wenn die Miete 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens nicht übersteigt.

Der Berliner Mietendeckel ist nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 15. April 2021 ungültig. Damit hatte die Klage von 284 Bundestagsabgeordneten der Union und der FDP in Karlsruhe Erfolg. Nun sollen viele Mieter_innen Nachzahlungen leisten.

Welche Wege aus der Wohnungskrise gibt es? Wie lässt sich das Recht auf Wohnen als Menschenrecht in Berlin und Brandenburg durchsetzen? Wie können Menschen vor Verdrängung durch Immobilienspekulation geschützt werden? Stehen die Forderungen nach Wohnungsbau und Mietpreisbremse im Widerspruch?

Es diskutieren:

  • Dr. phil. Andrej Holm, Stadtsoziologe, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Rouzbeh Taheri, Initiative „Deutsche Wohnen & Co. Enteignen“
  • Dr. David Eberhart, Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnunternehmen e.V. (BBU)

Moderation: Sonja Giese, Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg

Neben den Beiträgen von Vertreter_innen aus Politik, Wissenschaft und Wohnungswirtschaft laden wir Sie ein, mitzudiskutieren. Im Austausch in kleinen Gruppen mit anderen Teilnehmer_innen möchten wir Ihre Erfahrungen und Gedanken zum Thema erfahren.

Mit der Unterstützung von: JuHu Berlin, Seniorenbüro „Am Puls“ und Familienbildung im Stadtteilzentrum PestalozziTreff

Link zur Teilnahme: https://hvd-bb-de.zoom.us/j/85641629239?pwd=TkVrZHYzOVJlZ045VkpuTFJGRWx1dz09

Hinweis: Zur Durchführung der Online-Diskussion verwenden wir „Zoom“. Hinweise zur Datenverarbeitung finden Sie im PDF auf dieser Seite.

Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg

030 61 39 04 10

Veranstalter-Website anzeigen

https://humanistisch.de/x/hvd-bb/termine/2021047521