Initiativenforum

Stadtpolitik Berlin

Schlagwort: Corona

Online-Veranstaltung: Wer soll das bezahlen? Corona und die Mieten

24. März 2021 20:00 22:00

In der Corona-Pandemie verlieren viele Menschen ihre Jobs, sind auf Kurzarbeit oder müssen ihre Geschäfte aufgeben. Aber während der Staat an anderen Stellen umfangreich ins gesellschaftliche Leben eingriff, war er in Deutschland nicht bereit, coronabedingte Mietreduzierungen durchzusetzen.

Auf der anderen Seite wissen wir, dass in Wirtschaftskrisen Kapital bevorzugt dort angelegt wird, wo es sicher erscheint: Unter anderem in städtischen Immobilienmärkten. Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Mieten in Großstädten aus? Welche Strategien verfolgen die wichtigen Akteur:innen des Immobilienkapitals angesichts der Pandemie? Und was ergibt sich daraus für die Arbeit von Mieter:inneninitiativen und Netzwerken für das Recht auf Stadt?

Darüber sprechen wir mit dem Wohnungsmarktforscher Christoph Trautvetter.

Teilnahme über Zoom: https://us02web.zoom.us/j/84989627950

Oder im Live-Stream bei Facebook: https://www.facebook.com/mietenwahnsinnstoppen

Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

Zeige Organisator-Webseite

3. Mahnwache gegen Obdachlosigkeit am Roten Rathaus

29. Januar 2021 8:00 30. Januar 2021 17:00

DIE DRITTE MAHNWACHE GEGEN OBDACHLOSIGKEIT und ZWANGSRÄUMUNGEN! Für die BESCHLAGNAHMUNG VON SPEKULATIVEM BEZUGSFERTIGEM LEERSTAND!

29.Januar & 30. Januar 2021 am Roten Rathaus (Rathausstraße 15, 10178 Berlin)

Unsere systemrelevante Arbeit ist dieser Protest

Es wird wieder nur improvisiert, um Obdachlose über den Winter zu bringen.

Symbolträchtig am Jahrestag der „Nacht der Solidarität – 29.01.2020“ findet die Speisung durch die Berliner Obdachlosenhilfe am 29.01.2021 ab 19:30 Uhr am Roten Rathaus statt. (umrahmt von Redebeiträgen und Musik u. a. mit Lena Stoehrfaktor, Andrej Hermlin, Paul Geigerzähler, EselsAlptraum und Tex Brasket)

WIR FORDERN EIN SOFORTIGES HANDELN:
+++ Zwangsräumungen stoppen! +++
+++ Leerstand beschlagnahmen – Leerstand zu Wohnraum! +++
+++ Gebt wohnungslosen Menschen ein bedingungsloses Zuhause! +++

Wir finden, dass sich wesentlich seit der letzten Mahnwache NICHTS verändert hat, selbst die Pandemie hat nur kurzzeitig (März bis Juni 2020) zur Aussetzung von Zwangsräumungen geführt. Trotz des Aufzeigens des Leerstandes im Oktober durch die Beschlagnahmung des bezugsfertigen Leerstandes in der Habersaathstraße durch Obdachlose mit Hilfe einer Initiative wurde trotz Fristsetzung auf Prüfung zur Beschlagnahmung geräumt.


40.000 Menschen (12.000 sind unter 18 Jahre) sind in Berlin in Wohnheimen, Hostels und Pensionen untergebracht. Davon sind ca. 57% dort länger als 1 Jahr. (Stand 31.12.2017)


Aufgrund des Selbstbestimmungsrechtes des Einzelnen, des Rechtes auf körperliche Unversehrtheit meiden viele Obdachlose eine ordnungsrechtliche Unterbringung. In Wohnheimen gibt es Gewalt, Diebstahl und Krankheiten.

Die Mahnwache soll erneut verdeutlichen, dass der Artikel 28 der Berliner Landesverfassung gerade jetzt in der Zeit einer weltweiten Pandemie verpflichtet, dass das Recht auf angemessenen Wohnraum umzusetzen ist.

Die scheinbare Unfähigkeit und den scheinbar nicht vorhandenen politischen Willen Obdachlosigkeit nachhaltig zu bekämpfen zeigt wie mit Leerstände trotz Zweckentfremdungsverbot und Freiflächen für Menschen, die Alternativ leben wollen werden eher weniger statt mehr werden, umgegangen wird. Wo sind die versprochenen Safe-Places?

Laut einer Anfrage an das Abgeordnetenhaus (Drucksache 18 / 25 482) gibt es ca. 5000 Wohnungen bei den Landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften, die sofort wohnungslosen Menschen zur Verfügung gestellt werden können. Wenn die Zählung im letzten Jahr nur ca. 2000 Obdachlose Menschen ergeben hat – hätte jede Person jetzt eine Wohnung. Wir fordern eine Rückkehr zur Gemeinnützigkeit und eine Quote an Wohnungen für Menschen ohne Obdach!

Wir fordern ganz klar die Beschlagnahmung von bezugsfertigem leerstehendem Wohnraum um obdachlosen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund bedingungslos einen Schutzraum, ein Zuhause zu geben.

Wir fordern weiterhin das Recht auf Wohnen ins Grundgesetz zu verankern! Auch fordern wir die unbedingte Einbindung von Initiativen und Organisationen wie #LeaveNoOneBehindNowhere, die schon im April 2020 ein 10-Punkte Soforthilfeprogramm erarbeitet haben um Menschen ohne Obdach, mit und ohne Migrationshintergrund sofort eine Hilfemöglichkeit zu geben.

Die Mahnwache soll wegen der Corona-Pandemie klein gehalten werden aber trotzdem werden wir unseren Forderungen Ausdruck verleihen! Deshalb wollen wir Rede- und Musikbeiträge medial aufnehmen. Unter #ObdachlosB2901 wird alles medial zu finden sein. Wir fordern auf zu gegenseitiger Fürsorge durch Einhaltung der Hygienemaßnahmen, durch Abstand halten und Mund-Nase-Schutz-tragen.

Seid solidarisch und zeigt, dass nicht bis 2030 gewartet werden kann, um Obdachlosigkeit zu beenden!

Rotes Rathaus

Rathausstraße 15
10178 Berlin

Unterstützungsaufruf des Kiezladens Allee 154

Nachdem in den letzten Jahren viele Kiezläden und Freiräume verdrängt wurden, entsteht nun gücklicherweise ein neuer Kiezladen auf der Sonnenallee in Neukölln. Beim Aufbau und bei der Überbrückung der momentanen Zeit der Corona-Pandemie benötigt der Kiezladen Allee 154 viel Unterstützung. Wir veröffentlichen hier den Aufruf des Kiezladens.

Hearing #3 des Initiativenforums Stadtpolitik Berlin am 26. August 2020

Am 26. August von 18.00 – 21.00 Uhr lädt das IniForum zum nächsten stadtpolitischen Hearing ein. Initiativen und Expert*innen diskutieren dabei die stadt- und mietenpolitischen Auswirkungen der Corona-Krise mit den Fachpolitiker*innen der Koalition und Vertretern der Senatsverwaltung. Das Hearing ist öffentlich und findet online statt.