Initiativenforum

Stadtpolitik Berlin

Schlagwort: mietenwahnsinn

Recht-auf-Stadt-Forum 2021 in Bonn

3. September 2021 9:00 5. September 2021 17:00

Während die einen kein Einkommen mehr haben oder ihre Miete nicht zahlen können, versinken andere noch tiefer in der Care-Arbeit und riskieren ihre Gesundheit. Wieder andere fragen sich, wie man zuhause bleiben soll, wenn man kein Zuhause hat. Gleichzeitig wissen wir nun alle, was es heißt, wenn der öffentliche Raum versiegt, weil Vereinsräume, Sportstätten, Kultur- und Jugendzentren, Tafeln & Volksküchen, Beratungs- und Anlaufstellen, Bibliotheken, soziale Einrichtungen, Bildungsangebote, Kinos, Theater, Konzerte, Restaurants, Bars, Clubs nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. Wenn Demos und jegliche Menschenansammlungen, kurz: Begegnungsräume wegfallen. Konflikte spitzen sich mit Corona weiter zu und werden zu mittelbaren Krisen. Die Voraussetzungen zur Bewältigung dieser Krisen sind bekanntlich nicht gleichermaßen gegeben.

Wir wissen, dass es nicht so sein muss. Das Recht auf Stadt ist deshalb die Aufforderung, dem neoliberalen Kapitalismus entgegenzutreten und sich der Entfremdung bewusst zu werden, die wir als Preis dafür bezahlen. Es ist das Recht auf städtisches Leben mit all seinen Qualitäten, auf ein würdiges Leben, auf die Einhaltung von Menschenrechten, auf freie Selbstverwirklichung, auf Anerkennung (auch politi- sche) und auf gesellschaftliche Teilhabe. Das Recht auf Stadt ist eine Einladung, Visionen zu entwickeln – erst recht, wenn sie utopisch klingen. Diese Einladung richtet sich ausdrücklich auch an all jene, die bereits jeden Tag aufs Neue um das Zurechtkommen in der Stadt kämpfen müssen und immer wieder Repressionen aus- gesetzt sind. Und schließlich bedeutet das Recht auf Stadt das Recht auf eine Zu- kunft auf einem lebenswerten Planeten.

Die Geschichte der Recht-auf-Stadt-Bewegungen wird immer länger, die Stimmen lauter und auch dieses Jahr ist wieder viel passiert. Lasst uns zusammenkommen, Erfahrungen austauschen, Ideen sammeln und Pläne schmieden! Ihr seid herzlich eingeladen, zum siebten bundesweiten Recht-auf-Stadt-Forum (3.-5. September) in der Alten VHS in Bonn!

Wir hoffen, das Forum im September nicht virtuell veranstalten zu müssen, schlie- ßen diese Option aber natürlich in unsere Planung mit ein. Wir, die Veranstalter*innen, sind diesmal hauptsächlich Menschen vom Mietenwahnsinn-Bündnis aus Berlin und von der Alten VHS, einem 800 qm großen, soziokulturellen Zentrum, in Bonn.

Alte VHS Bonn

Zwischen Wilhelmstraße 34 und Kasernenstraße 50 Bonn, Deutschland
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Housing Action Day 2021

27. März 2021 12:00 14:00

Bundes- und europaweiter HOUSING ACTION DAY 2021

Bundesweiter Aufruf, den auch das Bündnis ‚Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn‘ unterstützt:

Wie wollen wir leben? Gemeinsam für eine solidarische Stadt!
Noch ist ein langer harter Winter im Zeichen der Pandemie, aber bald kommt der Frühling.
Zeit für Träume und Visionen, Zeit für Protest und Widerstand. Lasst uns gemeinsam kämpfen für eine solidarische Stadt: Macht mit beim Housing Action Day 2021 am 27. März!

Heraus aus der Krise

Eine würdevolle und sichere Wohnung ist die dritte Haut jedes Menschen und ein Grundbedürfnis. Während Menschen mit einer Wohnung zu Hause bleiben können, um solidarisch die Pandemie zu bekämpfen, können sich Wohnungslose auf der Straße und Geflüchtete in ihren Massenunterkünften kaum vor Corona schützen. Die häusliche Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Während Immobilienkonzerne weiter hohe Renditen erzielen, müssen Mieter*innen in Kurzarbeit oder verlieren ihre Jobs ganz. Die schon zuvor zu hohen Mieten werden unbezahlbar. Auch Betreiber*innen von Kleingewerbe kämpfen um ihr Überleben. Während der Staat große Wirtschaftsbetriebe mit milliardenschweren Rettungspaketen unterstützt, wird die Kulturszene in den Lockdown geschickt und Begegnungsorte werden geschlossen. Auch hier herrscht Existenzangst. Arbeitsplätze werden vernichtet. Zudem droht ein großer Verlust an Inspiration und gesellschaftlichem Austausch.

In der Krise verschärft sich die soziale Frage und damit auch die Mieten- und Wohnungskrise. Die Kluft zwischen Privilegierten und Nicht-Privilegierten wird tiefer und breiter. Das wollen wir nicht hinnehmen.
Deshalb fordern wir:

1) Wohnungen für alle!
Wohnungslose und Geflüchtete in Wohnungen oder Hotels unterbringen!
Leerstand beenden! Besetzungen legalisieren!
Mehr Plätze in Frauenhäusern!
Zwangsräumungen, Versorgungssperren und Kündigungen verhindern!

2) Mietschulden erlassen!
Wohnraum, Kleingewerbe, Kulturszene und soziale Zentren sichern!
Keine Subventionen für hohe Mieten und Finanzinvestor*innen!

3) Mieten senken — Gewinne umverteilen!
Höchstmieten festsetzen!
Krisengewinne abschöpfen — Sonderabgabe zur Bewältigung der Corona-Krise!

4) Bodenspekulation beenden — Wohnungskonzerne vergesellschaften!
Wohnraum und Boden dürfen keine Ware sein!

Zusammen kämpfen für eine solidarische Stadt

Die Stadt als unser Lebensumfeld soll unsere Bedürfnisse widerspiegeln. Wir brauchen eine Stadt, wo das Glück und das Leben der Vielen mehr zählt als das Streben nach Macht und der Reichtum von wenigen.

Trotz der Pandemie gibt es starke Antworten. Wir kämpfen zusammen mit »Deutsche Wohnen & Co. enteignen!« für die Vergesellschaftung von Immobilienkonzernen und unterstützen die Forderungen nach einem bundesweiten Mietenstopp/Mietendeckel. Wir begrüßen die Arbeit von Mietervereinen und unterstützen den Aufbau von Mieter:innen-Gewerkschaften und anderen Formen der Organisierung von unten. Wir sind an der Seite aller Gruppen, die sich für eine antirassistische, feministische, klimagerechte und barrierefreie Stadt einsetzen, und rufen dazu auf, unsere Kämpfe zusammen zu führen. Vernetzen wir uns, um gemeinsam diese Stadt zu gestalten!

Auch über die Miet- und Wohnungsfrage hinaus fragen wir: Wie wollen wir gemeinsam leben?

In einer Stadt
… mit der Möglichkeit für jede*n zu wohnen, wie sie*er möchte …
mit einer gerechten Verteilung der Ressourcen und der gesicherten Erfüllung unserer Grundbedürfnisse …
mit Kultur, Toleranz und Räumen für unsere Unterschiedlichkeit …
mit einem respektvollen Umgang mit unseren Lebensgrundlagen
….

Träumt, spinnt Visionen und baut mit an der solidarischen Stadt!

Wir sehen uns beim Housing Action Day 2021!

Bundesweite Webseite: HOUSING ACTION DAY 2021

Europaweite Webseite: EUROPEAN ACTION COALITION

Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

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Online-Veranstaltung: Wer soll das bezahlen? Corona und die Mieten

24. März 2021 20:00 22:00

In der Corona-Pandemie verlieren viele Menschen ihre Jobs, sind auf Kurzarbeit oder müssen ihre Geschäfte aufgeben. Aber während der Staat an anderen Stellen umfangreich ins gesellschaftliche Leben eingriff, war er in Deutschland nicht bereit, coronabedingte Mietreduzierungen durchzusetzen.

Auf der anderen Seite wissen wir, dass in Wirtschaftskrisen Kapital bevorzugt dort angelegt wird, wo es sicher erscheint: Unter anderem in städtischen Immobilienmärkten. Wie wirkt sich die Corona-Krise auf die Mieten in Großstädten aus? Welche Strategien verfolgen die wichtigen Akteur:innen des Immobilienkapitals angesichts der Pandemie? Und was ergibt sich daraus für die Arbeit von Mieter:inneninitiativen und Netzwerken für das Recht auf Stadt?

Darüber sprechen wir mit dem Wohnungsmarktforscher Christoph Trautvetter.

Teilnahme über Zoom: https://us02web.zoom.us/j/84989627950

Oder im Live-Stream bei Facebook: https://www.facebook.com/mietenwahnsinnstoppen

Bündnis gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

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Offener Brief des Bündnis Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn: Recht auf Wohnen garantieren — Leerstand beschlagnahmen

Gemeinsam mit vielen weiteren Initiativen hat das Bündnis Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn einen offenen Brief veröffentlicht. Darin wird ein Recht auf Wohnen und die Beschlagnahmung von Leerstand gefordert. Wir veröffentlichen hier unverändert den gesamten Text.

Die Räumung der Liebig34 ist kein Einzelfall

Auch mit der Räumung des Hausprojektes Liebig34 werden 40 Menschen aus ihrem Zuhause geräumt +++ Zwangsräumungen bedrohen Existenzen und führen zu Wohnungslosigkeit +++ Besonders in Zeiten von Corona, aber auch darüber hinaus, müssen alle Zwangsräumungen ausgesetzt werden

1.Bundesweiter Mietenstopp-Gipfel

Das Volksbegehren #6JahreMietenstopp aus Bayern hatte vom 2.-4. Oktober Initiativen und Bündnisse aus Berlin, Köln, Bonn, Bochum, Hannover, Frankfurt, Wiesbaden, Stuttgart und München eingeladen, um beim ersten bundesweiten Mietenstopp-Gipfel in Nürnberg über ein gemeinsames Vorgehen bei der Forderung nach einem bundesweiten Mietenstopp zu diskutieren. Nach einem von Austausch und Diskurs geprägten Wochenende stand fest, dass es mit Blick auf die kommende Bundestagswahl gemeinsame Aktionen für einen bundesweiten Mietenstopp geben wird, um gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung vorzugehen. Wir veröffentlichen hier die offizielle Pressemitteilung.